Die Story von Mikimoto

Durch die Begehrtheit der Perlen, damals noch Naturperlen, beschäftigten sich mehrere Wissenschaftler schon vor dem 1900 Jahrhundert, eine schöne und vor allem runde Perle in einer Auster zu züchten. Der Weg war lang und nicht einfach. Die Versuche mit verschiedenen Austern und Materialien des Kerns der damals noch in den Mollusken eingenäht  wurde, erzielte keinen Erfolg. Auch Unwetter vernichtete Tausende von Austern und man stand wieder am Anfang. Später wurde entdeckt, dass es für den Reiz zur Perlmuttbildung in der Muschel zusätzlich ein kleines Stückchen Mantelgewebe braucht. Im Oktober 1893 erwarb der Japaner Kokichi Mikimoto die Pachtlizenz für eine kleine unbewohnte Insel mit Namen Tatokushima. Dort wurden die nächsten zehntausend Muschel mit Perlmuttkügelchen operiert. Mikimoto liess ab 1896 jährlich etwa 250000 Muscheln operieren, bis zum Jahr 1902 sollten es etwa eine Million sein. 

Nach vielen oft erfolglosen Versuchen und unermüdlichem Einsatz, der Findung der dafür geeigneten Perlenmuschel und dem Implantieren eines Muschelkerns mit einem Stückchen Mantelgewebe, gelang es Kokichi Mikimoto 1916 die ersten runden Perlen zu züchten und auf den Markt zu bringen. Wir kennen sie unter dem Namen Mikimoto oder Akoya Perlen. In diesem Jahr wurde auch sein eigenes Patent für runde Zuchtperlen gewährt. Mikimoto trug die Akoyaperle in die Welt hinaus und eröffnete viele Juweliersgeschäfte, das erste an der 5th Avenue in New York. 

Kokichi Mikimoto (1858-1954) mit dem Bambusstab, den ihm die damalige japanische Kaiserin geschenkt hatte, er war sein Markenzeichen.

Die Amas

Kokichi Mikimoto und die Perlentaucherinnen.

In Japan war man der Meinung, dass Frauen die besseren Taucherinnen sind, da sie den Atem länger anhalten und die Kälte besser ertragen konnten.  Die Arbeitsbekleidung waren helle Hemdblusen und Hosenröcke. Sie sollten die Taucherinnen besser vor Stichen der Quallen oder auch vor steinigem Meeresgrund schützen. Ebenso das weisse Kopftuch und die Tauchermaske sowie die Bottiche in denen sie die Austern sammelten, gehörten zu den Markenzeichen der Amas. Bis in den 1960er Jahren war es Tradition, dass die Perlentaucherinnen ihr Wissen Ihren Töchter weiter gaben.

Die Amas an der Arbeit

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